Private Equity Dachfonds
Privat Equity Fonds bieten Anlegern die Möglichkeit, direkt in Unternehmen zu investieren, die noch nicht an der Börse gehandelt werden. Sie finanzieren hiermit zum einen die Entwicklung des Unternehmens, zum anderen aber auch deren Ausbau, um sie dann über die Börse oder aber privat weiterverkaufen zu können.
Private Equity hat sich in den letzten Jahren immer weiter entwickelt. Schließlich vergeben Banken seit der Einführung von Basel II Kredite an Unternehmen, insbesondere junge Unternehmen, sehr restriktiv. Gerade in der Finanzkrise, in der die Banken Kredite ungern vergeben, sind private Geldgeber gefragt. Sofern Kredite dennoch vergeben werden, sind sie oft teuer bzw. die Kreditnehmer müssen hohe Sicherheiten leisten. Das Private-Equity-Kapital, welches entweder von einem privaten Geldgeber oder aber einem Fonds stammt, hilft hierbei, die finanzielle Not zu überbrücken bzw. ein als erfolgreich angesehenes Projekt zu starten.
Die Fondsmanager der Private-Equity-Fonds sind auf diesen Geschäftsbereich fokussiert und können daher bereits gut einschätzen, ob sich das Investment in das jeweilige Unternehmen lohnt.
Sie prüfen hierbei vor einem Einstieg die Auftragslage des Unternehmens und bewerten gleichzeitig die jeweiligen Erfolgsaussichten in der Zukunft. Sofern es notwendig ist, kann der Private-Equity Fonds aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung sowie den erstklassigen Verbindungen zudem als Ratgeber fungieren. Ein Investment ist hier in der Regel immer mit einem späteren Verkauf des Unternehmens verbunden, egal ob dies über die Börse oder aber über einen anderen privaten Investor geschieht, denn nur so lässt sich die erhoffte Rendite, die meist im zweistelligen Bereich liegt, erzielen.
Private Equity Fonds konnten somit in der Vergangenheit sogar Renditen von über 20% erzielen.
Weitere Informationen zu Private Equity
Bisher war der Geschäftsbereich Private Equity vornehmlich Anlegern mit hohen Anlagesummen oder aber institutionellen Investoren offen. Über ein Investment in
Private-Equity-Dachfonds, die wiederum in verschiedene Private-Equity Fonds investieren, haben nun
auch Kleinanleger die Möglichkeit, an diesen renditestarken Projekten zu verdienen. Jeder dieser Fonds, in die der Dachfonds anlegt, investieren wiederum in bis zu 20 verschiedene Unternehmen, so dass es zu einer breiten Risikostreuung kommt. Nicht selten sind die
Dachfonds so an mehr als 200 verschiedenen Unternehmen beteiligt. Sollte eines der erworbenen und finanzierten Unternehmen die gesteckten Ziele nicht erreichen, wäre dies für die Wertentwicklung des Dachfonds, anders als bei einem direkten Investment in einen Private-Equity-Fonds nicht dramatisch. Trotz dessen sollte beachtet werden, dass ein Private-Equity-Dachfonds dennoch Risiken birgt und Verluste mit sich bringen kann. Weiterhin muss beachtet werden, dass Anleger im Vergleich zum Direktinvestment keine Möglichkeit haben, die Unternehmen, in die investiert wird, zu erfahren.
Private-Equity-Dachfonds weisen oft Laufzeiten auf, die in der Regel zehn Jahre betragen. Natürlich ist ein Verkauf während der Laufzeit möglich, hier muss unter Umständen aber mit Verlusten gerechnet werden. Gleichzeitig gibt es Private-Equity-Dachfonds, die börsennotiert sind und daher börsentäglich zum aktuellen Kurs wieder verkauft werden können. Die Anlagesummen beginnen bei diesen Anlageklassen bereits ab 2.000 Euro. Weiterhin ist es möglich, einen
Sparplan in Private-Equity-Fonds anzulegen und so langfristig zu investieren.
Nach Untersuchungen von Wirtschaftswissenschaftlern lag die Rendite von Private-Equity-Dachfonds in der Vergangenheit höher als die Rendite von Aktienfonds.
Gerade in negativen Börsenzeiten konnten sich Dachfonds besser entwickeln, denn das Investment ist grundsätzlich unabhängig von der Börse.